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Großbrand in Gohrischheide: Über 500 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldfeuer
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von
Felix Waßmuth
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Veröffentlicht am:
3. Juli 2025 um 12:57
Der Waldbrand in der Gohrischheide, der am Dienstag, 1. Juli 2025, ausgebrochen ist, breitet sich weiter aus. Betroffen sind unter anderem die Ortschaften Jacobsthal, Neudorf (Gemeinde Zeithain) sowie Heidehäuser und Lichtensee (beide Ortsteile der Gemeinde Wülknitz). Auch Brandenburg ist betroffen. Nach Angaben des Landratsamtes Meißen erstreckt sich der Brand über mehr als 200 Hektar, Feuerwehrkräfte vor Ort schätzen die betroffene Fläche jedoch auf rund 1.000 Hektar – damit wäre das Feuer größer als der Großbrand von 2022.
Über 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und weiteren Hilfsorganisationen sind derzeit in sechs Einsatzabschnitten aktiv. Der Einsatz von Lösch-Hubschraubern wird intensiv mit der Landespolizei Sachsen abgestimmt, da in Teilen der Gohrischheide Kampfmittel im Boden lagern und eine Explosionsgefahr besteht. Ein Erkundungshubschrauber ist bereits über dem Gebiet im Einsatz.
Evakuierungen und Schutzmaßnahmen
Am Mittwochabend wurde der Ortsteil Heidehäuser aus Sicherheitsgründen evakuiert. Bewohnerinnen und Bewohner der Behindertenwohnstätte wurden größtenteils im Feuerwehrtechnischen Zentrum Glaubitz untergebracht, schwerstpflegebedürftige Personen in umliegende Krankenhäuser. Aktuell wird die Evakuierung des Ortsteils Neudorf vorbereitet.
Der Kreisbrandmeister hat die Einsatzleitung von der Gemeinde Zeithain übernommen. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse des Landkreises Meißen arbeitet rund um die Uhr. Den Anwohnerinnen und Anwohnern wird empfohlen, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten, sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten und nur das Notwendigste mitzunehmen. Notrufe sollten ausschließlich in echten Notfällen gewählt werden.
Lage in Brandenburg
Auf der Brandenburger Seite hat sich die Lage unterdessen etwas entspannt, bestätigte Martin Neumann, Leiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Kleinere Feldbrände seien unter Kontrolle, die Gefahr für das Bundesland sei aber noch nicht vollständig gebannt. Rund 80 Einsatzkräfte sichern derzeit zwei Abschnitte, Drohnen überwachen die Lage aus der Luft. Brandenburg bereitet sich vorsorglich auf eine mögliche Verschärfung der Lage am Samstag vor, falls der Wind wieder in Richtung des Bundeslandes dreht.
Landwirtschaftliche Notmaßnahmen
Die Agrargenossenschaft Mühlberg (Elbe-Elster) führt wegen der Trockenheit eine Noternte durch, um eine Ausbreitung des Feuers auf Felder mit Roggen oder Getreide zu verhindern. Die vorzeitige Ernte bedeutet finanzielle Einbußen, da die Ernte nur noch als Futtermittel genutzt werden kann.
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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