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Polizist nach Großeinsatz mit Schusswaffengebrauch weiterhin im Krankenhaus
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von
Felix Waßmuth
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Veröffentlicht am:
31. Dezember 2025 um 06:14
Nach einem Großeinsatz der Polizei in Berlin-Hellersdorf am zweiten Weihnachtstag befindet sich ein verletzter Polizist weiterhin im Krankenhaus. Der Beamte sei am Auge operiert worden, teilte die Polizei Berlin auf der Plattform X mit. „Unser besonderer Wunsch gilt seiner Genesung und der bestmöglichen Erholung nach diesem schweren Ereignis“, hieß es weiter.
Der Einsatz hatte sich am frühen Morgen des 26. Dezember in der Erich-Kästner-Straße ereignet. Gegen kurz vor 6 Uhr alarmierte eine Anwohnerin die Polizei, nachdem mehrere Personen in einem Hausflur randaliert, an Wohnungstüren geklingelt und geklopft haben sollen. Die Lage eskalierte nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte rasch.
Mehrere verletzte Polizisten
Nach Angaben der Polizei gingen im Treppenhaus sofort mehrere aggressive Personen auf die Beamten los. Insgesamt wurden sieben Polizisten verletzt. Drei von ihnen erlitten teils schwere Verletzungen, darunter Knochenbrüche, und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Weitere Einsatzkräfte lehnten eine medizinische Versorgung ab oder wurden ambulant betreut.
Schusswaffengebrauch bei Bedrohungslage
Im weiteren Verlauf des Einsatzes soll ein 19-jähriger Mann mit einem spitzen Gegenstand in bedrohlicher Weise auf Polizeibeamte zugelaufen sein. Ein Beamter setzte daraufhin seine Dienstwaffe ein und schoss dem Angreifer ins Bein. Der Verletzte wurde mit einem Rettungswagen, begleitet von einem Notarzt und Polizeikräften, in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert.
Festnahmen und Ermittlungen
Im Zusammenhang mit dem Einsatz nahm die Polizei acht weitere Tatverdächtige fest. Dabei handelt es sich um zwei 19- und zwei 21-jährige Männer sowie vier Frauen im Alter von 18, 20, 22 und 42 Jahren. Sie kamen zur Identitätsfeststellung in Polizeigewahrsam. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil von Polizeikräften in Tateinheit mit Bedrohung sowie wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Die Hintergründe des Geschehens sind bislang unklar. Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Wie in solchen Fällen üblich, wird auch gegen den Polizisten, der den Schuss abgegeben hat, wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
In einem Post auf X dankte die Polizeipräsidentin Slowik und der Polizeivizepräsident Langner den eingesetzten Kräften für ihr „besonnenes und entschlossenes Handeln“. Nur durch das umsichtige Eingreifen der Beamten habe Schlimmeres verhindert werden können. Den verletzten Kolleginnen und Kollegen wünschte die Polizei eine schnelle Genesung und trotz der belastenden Ereignisse einen möglichst guten Start in das Jahr 2026.
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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