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VBB erhöht Ticketpreise zum Jahresbeginn 2026 – Durchschnittlich plus sechs Prozent
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von
Felix Waßmuth
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Veröffentlicht am:
5. Januar 2026 um 17:13
Steigende Kosten machen Preisanpassung nötig
Busse und Bahnen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg wurden ab dem 1. Januar 2026 teurer. Wie der VBB mitteilt, stiegen die Ticketpreise im Durchschnitt um rund sechs Prozent. Grund dafür sind vor allem höhere Ausgaben für Kraftstoffe, Personal sowie notwendige Investitionen in den ÖPNV. Zwar übernehmen Bund und Länder weiterhin einen erheblichen Teil der Finanzierung, doch auch deren Haushalte stehen unter Druck. Die Fahrgeldeinnahmen konnten mit den Kostensteigerungen zuletzt kaum Schritt halten. Um einen verlässlichen Betrieb sicherzustellen, sei die Preisanpassung unvermeidlich, heißt es.
Diese Tickets werden teurer
Konkret kostet der Einzelfahrausweis Berlin AB nun 4,00 Euro – ein Plus von 20 Cent. Der Einzelfahrschein Berlin ABC stieg auf 5,00 Euro. Auch Kurzstrecken werden teurer: In Berlin erhöhte sich der Preis von 2,60 Euro auf 2,80 Euro.
In den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus stieg der AB-Einzelfahrausweis jeweils um 20 Cent auf 2,70 Euro, in Potsdam auf 3,00 Euro. Weiterhin günstigere Alternativen bleiben die 4-Fahrten-Karten: In Berlin AB kostet eine Fahrt damit 3,10 Euro, die Karte insgesamt 12,40 Euro.
Alle neuen Fahrpreise sind online auf der Internetseite des VBB abrufbar.
Weniger Tickets, mehr Übersicht
Parallel zur Preiserhöhung wurde das Ticketangebot deutlich ausgedünnt. Ab Januar 2026 entfallen mehrere weniger nachgefragte Produkte, die im Vergleich zum Deutschlandticket kaum noch attraktiv sind. Dazu zählten unter anderem:
- 7-Tage-Karten und Jahreskarten für alle Zielgruppen
- 10-Uhr-Karten in Berlin sowie 9-Uhr-Karten in Potsdam, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und weiteren Städten
- 8-Uhr-Karten in Cottbus und 4er-24-Stunden-Karten in allen kreisfreien Städten
- das VBB-Abo 65plus, das teurer ist als das Deutschlandticket und weniger Leistungen bietet
Zudem entfiel in den Städten Berlin, Potsdam, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder) und Cottbus künftig die Preisstufe BC. Fahrgäste können dort nur noch zwischen Tickets für das Stadtgebiet (AB) oder inklusive Umland (ABC) wählen.
Nach Angaben des VBB ist dies ein erster Schritt hin zu einer insgesamt einfacheren Tarifstruktur, die in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll.
Alte Tickets bleiben gültig
Bereits gekaufte Fahrausweise aus dem Jahr 2025 behalten ihre Gültigkeit und können weiterhin genutzt werden. Entwertbare Tickets mit alten Preisen sind noch bis zum 30. Juni 2026 gültig oder können beim jeweiligen Verkehrsunternehmen erstattet werden. Kundinnen und Kunden mit Abonnements, die künftig nicht mehr angeboten werden, sollen rechtzeitig informiert werden.
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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