• Neukölln

Sprengstoff-Alarm in Rudow: Leiche und verdächtiger Gegenstand in Wohnung entdeckt

Straßensperrung mit rot-weißem Absperrband und mehreren roten Einsatzfahrzeugen in einer städtischen Kreuzung bei Tageslicht.
© / D1strict.Media

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten Angehörige des Wohnungsinhabers die Behörden alarmiert, nachdem sie seit mehreren Tagen keinen Kontakt mehr zu ihrem Verwandten herstellen konnten. Gegen 15.45 Uhr rückten Einsatzkräfte zu der Wohnung aus. Die Feuerwehr verschaffte sich mithilfe einer Drehleiter Zugang zu der Wohnung und schlug eine Fensterscheibe ein.

Dabei entdeckten die Einsatzkräfte nach ersten Informationen ein Wirrwarr aus Kabeln sowie den leblosen Bewohner der Wohnung. Aufgrund der unklaren Lage wurde der Bereich umgehend abgesperrt. Die Polizei sperrte Teile der Groß-Ziethener Chaussee sowohl für den Individualverkehr als auch für mehrere Buslinien der Berliner Verkehrsbetriebe.

Mehrere Einsatzkräfte in Schutzkleidung stehen an einem geöffneten Einsatzfahrzeug auf einer abgesperrten Straße mit Flatterbändern und Verkehrszeichen im Hintergrund © / D1strict.Media

Da ein möglicher Sprengstofffund nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden Spezialisten des Landeskriminalamtes hinzugezogen. Ein Sprecher des Polizeilichen Lagedienstes erklärte am frühen Abend, dass die Hintergründe des Vorfalls zunächst unklar seien und Experten die Situation untersuchen würden. Gegen 19 Uhr ordneten die Behörden zusätzlich an, Strom- und Gasleitungen im betroffenen Bereich vorsorglich abzuschalten.

Erst gegen 19.15 Uhr konnten die Sprengstoffexperten Entwarnung geben. Die Sperrmaßnahmen wurden daraufhin schrittweise aufgehoben und der Verkehr wieder freigegeben.

Am Montagmorgen teilten die Ermittlungsbehörden schließlich mit, dass es sich bei dem Vorfall um einen Suizid handelt.

Hinweis zur Berichterstattung über Selbsttötungen

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und um mögliche Nachahmungseffekte zu vermeiden, berichten Medien in der Regel nicht ausführlich über Suizide. Eine Berichterstattung erfolgt nur dann, wenn der Vorfall aufgrund besonderer Umstände ein öffentliches Interesse begründet.

Wenn Sie selbst von belastenden Gedanken betroffen sind oder sich Sorgen um einen nahestehenden Menschen machen, holen Sie sich Hilfe. Die Telefon-Seelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei unter 0800 111 0 111 erreichbar. Der Berliner Krisendienst bietet an neun Standorten in Berlin kostenlose Hilfe – 24 Stunden täglich, auf Wunsch anonym: www.berliner-krisendienst.de.

Zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2026 um 19:54

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