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In der Nacht zu Sonnabend hat ein mutmaßliches Straßenrennen in Marzahn zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Gegen 1 Uhr fiel ein Autofahrer an der Kreuzung Märkische Allee / Poelchaustraße durch riskantes Beschleunigen und mehrfaches „Abbocken“ des Motors auf, wie die Polizei mitteilte.
Als Einsatzkräfte versuchten, den Wagen zu stoppen, beschleunigte der Fahrer und raste stadteinwärts.
Auf seiner Flucht touchierte das Fahrzeug an der Einmündung Märkische Allee / Bentschener Weg zunächst die Mittelinsel und streifte einen geparkten Lastwagen. Ungeachtet der entstandenen Schäden setzte der Fahrer seine Fahrt in Richtung Alt‑Friedrichsfelde fort.
Höhe S‑Bahnhof Friedrichsfelde‑Ost versuchte er zu wenden, überfuhr erneut eine Mittelinsel sowie Straßenbahngleise und rutschte schließlich einen Abhang hinunter. Beide Insassen flüchteten zu Fuß. Streifenbeamte nahmen kurze Zeit später einen 17-jährigen Jugendlichen fest, der angab, Beifahrer gewesen zu sein.
Als mutmaßlicher Fahrer gilt ein 20-Jähriger ohne gültige Fahrerlaubnis. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Unfallflucht ermittelt. Die Ermittlungen führt das Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost).
Verbotene Kraftfahrzeugrennen sind in Deutschland seit 2017 strafbar. Sie können mit bis zu zwei Jahren Haft oder Geldstrafe geahndet werden. Bei konkreter Gefährdung anderer erhöht sich der Strafrahmen auf bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe (§ 315d StGB).
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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