- bezirksübergreifend
- Polizei & Feuerwehr
Sturmtief "Ziros" sorgt für zahlreiche Unwettereinsätze
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von
Felix Waßmuth
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Veröffentlicht am:
24. Juni 2025 um 06:17
Heftige Sturmböen, sintflutartiger Regen und dramatische Szenen haben Berlin am Montag in einen Ausnahmezustand versetzt. Vor allem der Bezirk Marzahn-Hellersdorf war schwer getroffen. Die Berliner Feuerwehr stand im Dauereinsatz und rief zeitweise für die gesamte Hauptstadt den „Ausnahmezustand Wetter“ aus.
Binnen weniger Stunden gingen hunderte Notrufe ein. Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume und herabgestürzte Äste führten im gesamten Stadtgebiet zu zahlreichen Gefahrenlagen, wie die Feuerwehr mitteilte. In Marzahn-Hellersdorf mussten Einsatzkräfte besonders häufig ausrücken, um Straßen zu sperren, Schäden zu beseitigen und verletzten Personen zu helfen. Auch der öffentliche Nahverkehr kam teils vollständig zum Erliegen: S-Bahn- und Regionalverkehr wurden aus Sicherheitsgründen zeitweise eingestellt.
Bis zum frühen Abend zählte die Feuerwehr mehr als 400 wetterbedingte Einsätze. Mehrere Menschen wurden verletzt, ein Mensch kam im Stadtgebiet Berlins ums Leben, nachdem ein Baum auf ein fahrendes Auto stürzte.
Schäden in Marzahn-Hellersdorf
In Hellersdorf mussten Feuerwehrleute in der Ehm-Welk-Straße und in der Ernst-Bloch-Straße herabstürzende Äste sichern. Besonders dramatisch war die Lage in der Cecilienstraße, wo zwischen den Hausnummern 244 und 236 mehrere große Äste abbrachen, auf darunterliegende Bäume fielen und dabei mehrere Fahrzeuge beschädigten.
In Biesdorf kippten in der Eckermannstraße und im Ketchendorfer Weg gleich mehrere Bäume um. In der Heinrich-Grüber-Straße in Kaulsdorf blockierte ein entwurzelter Baum die Fahrbahn und riss eine Stromleitung mit sich – die Versorgung musste unterbrochen werden. In der Pekrunstraße in Marzahn begrub ein Baum mehrere parkende Autos unter sich.
Auch in anderen Straßen kam es zu erheblichen Schäden: In der Wernerstraße in Kaulsdorf, in der Riesaer Straße und in der Scheibenbergstraße in Marzahn mussten Bäume beseitigt werden. Vor der Johann-Strauß-Grundschule in Biesdorf stürzte ebenfalls ein Baum, während in der Weißenhöher Straße ein Geh- und Radweg blockiert wurde.
In der Maxie-Wander-Straße in Hellersdorf rissen Sturmböen Solarpaneele von einem Dach oder Balkon. Ob es sich dabei um Teile eines Balkonkraftwerks oder der Gebäudeverkleidung handelte, blieb zunächst unklar.
Besonders aufwendig gestaltete sich ein Einsatz in der Marzahner Chaussee, wo ein Baum auf das Dach eines Einfamilienhauses stürzte. Mit schwerem Gerät, darunter ein Feuerwehrkran, musste das Hindernis entfernt werden.
Ausnahmezustand bis in die Nacht
Von Montagnachmittag bis in die Nacht galt in der Hauptstadt der Ausnahmezustand. 11 Freiwillige Feuerwehren unterstützten die Berufsfeuerwehr. Nach Angaben des Pressedienstes standen vor allem lose Fassadenteile, abgebrochene Äste und umgestürzte Bäume im Mittelpunkt der Einsätze.
Trotz der Vielzahl der Gefahrenstellen konnten die meisten schnell beseitigt werden. Die Berliner Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, Gefahrenbereiche zu meiden und unnötige Wege zu vermeiden.
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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