- Dramatischer Verkehrsunfall in Mitte
- Mitte
-
- Foto-Dokumentation
- Reinickendorf
Tunnelbrand als größtes Risiko: Feuerwehr probt den Ernstfall auf der A111
Ein brennendes Fahrzeug, starker Rauch und verletzte Personen – ein Tunnelbrand gilt als eines der gefährlichsten Szenarien im Straßenverkehr. „Sie sind in einem Tunnel, es brennt. Sie werden in Panik geraten“, beschreibt Ralph Brodel, Sprecher der Autobahn GmbH, die Situation. Gerade durch den dichten, schwarzen Rauch könne es extrem schnell zu lebensgefährlichen Rauchgasvergiftungen kommen.
Um für solche Lagen gerüstet zu sein, trainieren die Berliner Feuerwehr und die Autobahn GmbH zweimal jährlich in den Autobahntunneln der Hauptstadt. Am Montagabend fand eine dieser Übungen im Autobahntunnel Flughafen Tegel auf der A111 statt. Für den Autoverkehr war der Tunnel gesperrt, elf Dummy-Puppen wurden als Verletzte verteilt, ein Fahrzeug gezielt in Brand gesetzt. Weißer Theaternebel simulierte den Rauch, der im Ernstfall zur größten Herausforderung für Einsatzkräfte und Betroffene werden würde.
Hinter einer Absperrung beobachteten Mitarbeitende der Autobahn GmbH sowie ein externer Gutachter den Ablauf. Ziel ist es, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Im Ernstfall soll die Feuerwehr idealerweise nach spätestens 20 Minuten mit der Rettung der ersten Verletzten beginnen. Bei der Übung dauerte es jedoch fast 45 Minuten, bis die ersten Dummies aus dem Tunnel gebracht wurden.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Bei einem Brand rücken die Einsatzkräfte zunächst über den sogenannten Nebentunnel vor, die „saubere Röhre“, um sich selbst nicht zu gefährden. Die Rettung erfolgt anschließend in der verrauchten „dreckigen Röhre“. Schlechte Sicht, die Länge des Tunnels und schwere Atemschutzgeräte erschweren den Einsatz erheblich.
Unterstützung bieten technische Systeme wie Lüftungsanlagen, Boden- und Wandmarkierungen sowie Durchsagen aus der Tunnelleitzentrale. Voraussetzung ist jedoch, dass diese Technik im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Nach rund vier Stunden endete die Übung. Die Autobahn GmbH zog ein überwiegend positives Fazit: Der Großteil der Technik habe wie vorgesehen gearbeitet. Kleinere Mängel, etwa einzelne Lampen mit falscher Leuchtstärke, würden zeitnah behoben. Der Austausch von Notfalltüren ist bereits für das kommende Jahr geplant.
Zum Abschluss richtet Brodel einen eindringlichen Appell an Autofahrende: „Das Wichtigste ist und bleibt: Ruhe bewahren.“ Wer in einem brennenden Tunnel stecken bleibt, sollte den Notruf betätigen, das Fahrzeug geordnet verlassen, die Türen schließen und den Markierungen zu den Notausgängen folgen. „Und dabei gilt immer: ruhig atmen.“
Weitere Nachrichten
- Brandstiftung?
- Marzahn-Hellersdorf
Drei Fahrzeuge in Hellersdorf ausgebrannt – zwei weitere beschädigt
- Brand im Keller
- Charlottenburg-Wilmersdorf
Brand in Keller in Charlottenburg schnell gelöscht
- 🔥 Heißes Thema
- BVG-Bus kollidiert mit Baum
- Neukölln
Schwerer Busunfall in Britz: 15 Verletzte nach Kollision mit Baum
- Brand im Keller
- Marzahn-Hellersdorf
Kellerbrand in der Zimmermannstraße sorgt für Feuerwehreinsatz in Biesdorf
- KFZ in Brand
- Marzahn-Hellersdorf
Fahrzeugbrand in Hellersdorf: Opel Insignia brennt komplett aus
- Schwere Kollision bei Altlandsberg
- Altlandsberg
Wohnmobil kippt nach Kollision bei Altlandsberg auf die Seite – drei Verletzte
- Handgranaten gefunden
- Friedrichshain-Kreuzberg
Explosiver Fund in Friedrichshain: Zwölf scharfe Handgranaten in Lagerbox entdeckt
- Kind getötet?
- Lichtenberg
Doch kein Tötungsdelikt in Berlin-Lichtenberg? 65-Jähriger löst Großeinsatz aus
- Brand an Umspannwerk
- Mitte
Brand an Umspannwerk in Berlin-Tiergarten – Ermittler gehen von technischem Defekt aus
- Chemische Reaktion in Hostel
- Friedrichshain-Kreuzberg
Chemie-Alarm! 41 Menschen betroffen – Einsatzkräfte im Vollschutz im Einsatz
- KFZ in Brand
- Treptow-Köpenick
Sagen Sie uns ihre Meinung
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.
Neu erstellte Kommentare unterliegen der Moderation und werden erst sichtbar, wenn sie durch einen Moderator geprüft und freigeschaltet wurden.