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Geldautomatensprengung in Lichtenberg
Eine laute Explosion riss Anwohner in Lichtenberg aus dem Schlaf. Fensterscheiben gingen zu Bruch - ein Geldautomat zerstört.
Felix Waßmuth
Heute Vormittag wurden im Berliner Ortsteil Fennpfuhl zwei Männer im Alter von 30 und 37 Jahren festgenommen.
Sie stehen im Verdacht, an einer Serie von Geldautomatensprengungen beteiligt zu sein.
Die mutmaßlich letzte Sprengung eines Automaten ereignete sich heute Morgen, wie bereits berichtet.
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Geldautomatensprengung in Lichtenberg
Eine laute Explosion riss Anwohner in Lichtenberg aus dem Schlaf. Fensterscheiben gingen zu Bruch - ein Geldautomat zerstört.
Felix Waßmuth
Die Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Berlin – wegen des Verdachts auf gewerbs- und bandenmäßigen Diebstahl, Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen sowie Sachbeschädigung – wurden zwischen 11:30 Uhr und 12:00 Uhr an der Vulkanstraße Ecke Elli-Voigt-Straße sowie in der Herzbergstraße vollstreckt.
Im Anschluss wurden mehrere Wohnungen in Fennpfuhl, Hellersdorf, Marzahn und im Brandenburger Ahrensfelde durchsucht.
Hintergrund der Festnahmen sind intensive Ermittlungen des Fachkommissariats des Landeskriminalamts Berlin, das auf Geldautomatensprengungen spezialisiert ist.
Den beiden Männern wird vorgeworfen, Teil einer Gruppe zu sein, die zwischen Sommer 2023 und Winter 2024 mindestens 20 Geldautomaten in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Hessen gesprengt haben soll. Dabei entstand ein Gesamtschaden von rund fünf Millionen Euro; die mutmaßliche Beute wird auf etwa 500.000 Euro geschätzt.
Für die Taten sollen die Verdächtigen sogenannte „Pizzaschieber“ genutzt haben – Metallplatten, die mit Sprengstoff in die Automaten eingeführt und anschließend ferngezündet wurden, um an die Geldkassetten zu gelangen. Den beiden aktuell Festgenommenen wird zur Last gelegt, aus den Sprengungen rund 147.000 Euro erbeutet und Sachschäden in Höhe von mindestens 250.000 Euro verursacht zu haben. Im Rahmen der Durchsuchungen wurden unter anderem Mobiltelefone als Beweismittel sichergestellt; deren Auswertung läuft derzeit.
Der 30-Jährige wurde noch am heutigen Tag einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten vorgeführt, der den Haftbefehl in Vollzug setzte.
Der 37-Jährige soll im Laufe des morgigen Tages ebenfalls vorgeführt werden.
An den Maßnahmen waren insgesamt rund 100 Polizeikräfte beteiligt, darunter auch Spezialkräfte.
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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