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Randalierer im Freizeitforum Marzahn löst Großeinsatz aus – Verfolgungsfahrt bis Friedrichshain

Weißer Lieferwagen mit der Aufschrift 'GLASEREI' steht vor einem modernen Gebäude mit großen Fenstern, eines davon kaputt, und Fahrrädern auf einem schneebedeckten Gehweg.
© / D1strict.Media

Ein 31-jähriger Mann hat am Freitagvormittag und frühen Nachmittag eine Serie schwerer Straftaten in Marzahn und angrenzenden Bezirken begangen. Nach aktuellen Angaben der Polizei drang er in eine Wohnung ein, randalierte in einer Schwimmhalle, entwendete zwei Fahrzeuge und lieferte sich anschließend eine gefährliche Flucht mit der Polizei.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Tatverdächtige gegen 12:30 Uhr an einer Tankstelle in der Ahrensfelder Chaussee ein Fahrzeug entwendet haben. Dabei führte er nach Angaben der Polizei ein Messer mit sich. Rund 15 Minuten später drang der Mann über einen Balkon in eine Wohnung in der Lea-Grundig-Straße ein. Dort soll er die 45-jährige Bewohnerin bedroht und bestohlen haben. Anschließend verließ er die Wohnung durch die Haustür.

Auf einem nahegelegenen Parkplatz versuchte der Mann laut Polizei, in ein weiteres Fahrzeug einzusteigen, in dem sich zwei Frauen im Alter von 39 und 21 Jahren sowie ein 12-jähriges Mädchen befanden. Als dies misslang, setzte er seinen Weg fort.

Abschleppwagen mit eingeschalteten Scheinwerfern und Warnleuchte hebt ein Auto in einer dunklen Garage © / D1strict.Media

Gegen 13 Uhr betrat der Mann eine Schwimmhalle im Freizeitforum Marzahn an der Marzahner Promenade. Dort legte er Jacke und Mütze ab und begab sich auf die Galerie im Obergeschoss. Mit einem schweren Gegenstand zerstörte er nach Angaben der Polizei das Galeriegeländer und sprang anschließend in den Schwimmerbereich. Zudem schlug er mit einem weiteren Gegenstand mehrere Fensterscheiben ein. Glassplitter fielen dabei in das Schwimmbecken, weshalb die Schwimmhalle aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen wurde. Mitarbeiter waren bis in die Abendstunden mit der Beseitigung der Scherben beschäftigt; beschädigte Scheiben wurden noch am Nachmittag notdürftig repariert.

Nach der Randale verließ der Mann das Gebäude. Mitarbeiter eines Winterdienstes wurden auf flüchtende Badegäste aufmerksam und verließen ihr Fahrzeug, um Hilfe zu leisten. Diese Situation nutzte der Tatverdächtige, um auch dieses Fahrzeug zu entwenden. Er setzte seine Flucht in Richtung Lichtenberg fort.

Im Rahmen der anschließenden Verfolgung durch mehrere Funkstreifenwagen kam es laut Polizei zu zahlreichen Verkehrsstraftaten und Ordnungswidrigkeiten. Der Mann fuhr teilweise im Gegenverkehr, über Gehwege und Grünflächen. Nach früheren Informationen soll das Fluchtfahrzeug unter anderem über die Raoul-Wallenberg-Straße und die Allee der Kosmonauten geführt worden sein. An der Kreuzung Allee der Kosmonauten/Blenheimstraße kollidierte das Fahrzeug demnach mit einer Fußgängerampel.

Umgelegter Ampelmast liegt auf nasser Straße, daneben stehen drei Polizisten und ein Polizeifahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht © / D1strict.Media

Die Polizei bestätigte zudem mehrere Verkehrsunfälle während der Flucht. Schließlich brachte der Mann das Fahrzeug auf Höhe der Frankfurter Allee/Warschauer Straße zum Stehen, stieg aus und setzte sich kurzzeitig auf den Beifahrersitz eines weiteren Autos, bevor er zu Fuß weiterflüchtete.

Polizeikräfte konnten den 31-Jährigen wenig später festnehmen. Dabei leistete er massiven Widerstand. Erst mit Fesseln an Händen und Füßen und unter Einsatz eines Gefangenentransporters war eine Verbringung in ein Polizeigewahrsam möglich. Bei ihm fanden Einsatzkräfte mutmaßliche Betäubungsmittel. Zudem wurde ihm wegen des Verdachts einer Drogenintoxikation Blut abgenommen.

Bei den Widerstandshandlungen wurde ein Polizeibeamter verletzt, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen. Nach aktuellem Stand sind keine weiteren Verletzten bekannt. Ein zunächst im Raum stehender Verdacht auf weitere Verletzte bestätigte sich nicht.

Der 31-Jährige soll noch am Samstag einem Richter vorgeführt werden. Die Polizei strebt die Erwirkung eines Haftbefehls an. Die Ermittlungen dauern an.

Artikel aktualisiert: 08.02.2026, 12:16 Uhr.

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