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Schwerer Gewaltvorfall in Blumberg: Jäger-Paar nach Frontalzusammenstoß verfolgt & bedroht
In der Nacht auf Samstag kam es in Blumberg, einem Ortsteil der Gemeinde Ahrensfelde, zu einem schweren Gewaltvorfall, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich die Tat kurz vor 1 Uhr.
Ein Jäger (21) und seine Begleiterin (34) waren von der Jagd zurückgekehrt und fuhren mit ihrem Ford Kuga die Landsberger Straße entlang. Ihnen fiel ein Porsche Cayenne auf, der in Schlangenlinien unterwegs war. Um dem Fahrzeug auszuweichen, setzten sie rückwärts in Richtung Gartenstraße. Dort soll der Porsche ihnen frontal in den Ford gefahren sein.
Nach dem Zusammenstoß verließen die beiden Jäger ihr Auto. Laut Polizeiangaben seien sie von mehreren Personen mit Hieb- und Stichwaffen bedroht worden und flohen aus Angst um ihr Leben. Die Jägerin rief lautstark um Hilfe, wodurch mehrere Anwohner auf den Vorfall aufmerksam wurden. Ein Nachbar eilte sofort zur Unterstützung.
Der Jäger überquerte ein Grundstück und sprang über einen rund zwei Meter hohen Gartenzaun. Schließlich klopfte er bei einem Bekannten an die Tür und bat um Schutz. Inzwischen traf die Polizei ein und konnte die drei mutmaßlichen Täter vorläufig festnehmen.
Einer der Tatverdächtigen (33) wurde schwer am Kopf verletzt und blutend am Einsatzort gefunden. Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Blumberg leisteten Ersthilfe, bevor er mit einem Rettungswagen und notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Im Porsche fanden die Einsatzkräfte mindestens ein Messer und ein Hackebeil auf der Rückbank. Zudem wurde eine blutdurchtränkte Jacke gesichert, die dem verletzten Mann zugeordnet werden konnte.
Die Dashcam des Ford Kuga wurde offenbar entwendet, eine Absuche der Umgebung verlief bislang erfolglos. Zwei weitere Personen, die mutmaßlich zur Familie der Täter gehören, wurden vor Ort kontrolliert; eine Person wurde zur weiteren Klärung auf die Polizeidienststelle gebracht.
Hintergrund der Auseinandersetzung
Wie sich später herausstellte, war der Vorfall offenbar eine Verwechslung im Zuge eines vorangegangenen Raubüberfalls. Gegen 0:45 Uhr war ein 33-jähriger Mann vor seinem Grundstück an der Berliner Straße von mehreren maskierten Männern angegriffen und niedergeschlagen worden. Dabei wurde eine Halskette geraubt.
Der Bruder des Opfers (34) sowie der gemeinsame Vater (57) nahmen daraufhin die Verfolgung auf – in dem Glauben, die Täter müssten mit einem Auto geflüchtet sein. Dabei stießen sie frontal mit dem Ford Kuga des Jäger-Paares zusammen. Der 34-jährige Fahrer des Porsche stand zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss (1,45 Promille) und besaß keinen gültigen Führerschein.
Polizei ermittelt
Die Polizei ermittelt nun wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und weiteren Delikten. Die genauen Abläufe, insbesondere wie es zur Kopfverletzung des Tatverdächtigen kam, sind noch unklar. Die Jagdwaffen der beiden Opfer wurden aus dem Ford Kuga entfernt und gesichert, während die Feuerwehren aus Ahrensfelde die Unfallstelle räumten und auslaufende Betriebsstoffe banden.
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