• Marzahn-Hellersdorf

Einbruchversuche in freiwillige Feuerwehren

In der vergangenen Nacht haben Einbrecher gleich zwei Wachen der Freiwilligen Feuerwehr in Marzahn-Hellersdorf ins Visier genommen. Während nach aktuellem Stand keine Ausrüstung entwendet wurde, sorgt das Vorgehen der Täter für Besorgnis bei den Einsatzkräften. Vor einem Jahr kam es bereits mehrfach zu gezielten Einbrüchen in der Region.

Freiwillige Feuerwehr Hellersdorf betroffen

Polizeifahrzeug vor Feuerwehrfahrzeug mit eingeschaltetem Scheinwerfer vor einer Feuerwache. © / D1strict.Media

Gegen 1:30 Uhr rückten Polizei und ein Einsatzleitwagen der Berliner Feuerwehr zur Wache der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf aus. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge wurden die Eindringlinge offenbar gestört und flohen fluchtartig. Glücklicherweise fehlte laut Angaben der Feuerwehr keine Ausrüstung.

Zweiter Einbruchsversuch in Biesdorf

Nur zwei Stunden später ereignete sich ein weiterer Versuch in Alt-Biesdorf. Hier scheiterten die Täter offenbar am Zugang zu den Räumlichkeiten. Eine Strafanzeige wurde gestellt, und die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Rückblick: Wiederkehrende Einbrüche in der Region

Die Wache in Biesdorf war bereits Ende Dezember 2023 Ziel von Dieben, die unter anderem einen hydraulischen Rettungssatz, Kettensäge, Trennschleifer und weiteres Equipment aus einem Einsatzfahrzeug stahlen.
Auch Marzahn verzeichnete im Oktober und November 2023 mehrere Einbruchsversuche, bei denen Täter teilweise kurzzeitig in die Wachen eindringen konnten, bevor sie flüchteten.

Bereits 2022 fiel die Wache in Mahlsdorf einem Einbruch zum Opfer, bei dem Ausrüstung im Gesamtwert von rund 29.000 Euro entwendet wurde.
Ein besonders dramatischer Fall ereignete sich 2017 in Kaulsdorf: Feuerwehrangehörige stellten Einbrecher, wurden dabei jedoch mit Pfefferspray attackiert, und ein Täter konnte fliehen.

Forderung nach modernen Sicherheitssystemen

Einfahrt zur Feuerwache bei Nacht mit rotem Schild 'Feuerwehr', Laterne und kahlen Bäumen im Hintergrund. © / D1strict.Media

Die wiederkehrenden Vorfälle verdeutlichen den dringenden Bedarf an besseren Sicherungsmaßnahmen. Feuerwehrangehörige fordern unter anderem moderne Alarmanlagen und Videoüberwachung, um mögliche Täter frühzeitig abzuschrecken.

Trotz der noch laufenden Ermittlungen der Polizei konnten die Einsatzkräfte in der vergangenen Nacht ihre Ausrüstung schützen.
Die Gefahr, dass lebensrettende Werkzeuge bei einem erneuten Einbruch gestohlen werden, bleibt jedoch bestehen und könnte im Ernstfall fatale Folgen haben.

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