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Sechs Telekom-Fahrzeuge in Alt-Hohenschönhausen ausgebrannt – Bekennerschreiben aufgetaucht
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von
Felix Waßmuth
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Veröffentlicht am:
15. Juni 2026 um 19:47
Das Feuer war in der Nacht zu Montag gegen 1.50 Uhr auf dem umzäunten Firmengelände an der Landsberger Allee ausgebrochen. Ein Passant bemerkte den Feuerschein und alarmierte die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, standen bereits sechs Dienstfahrzeuge in Vollbrand.
Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen und verhindern, dass das Feuer auf weitere Bereiche des Geländes übergriff. Die Fahrzeuge wurden jedoch vollständig zerstört. Verletzt wurde niemand. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro betragen.
Ein Mitarbeiter der Deutschen Telekom berichtete, dass sich unter den zerstörten Fahrzeugen auch sein Firmenwagen befunden habe. Dabei seien zudem persönliche Gegenstände, die sich im Fahrzeug befanden, durch die Flammen vernichtet worden.
Noch am Montagnachmittag veröffentlichte eine mutmaßlich linksextremistische Gruppierung auf der Plattform „Indymedia“ ein Bekennerschreiben. Darin wird die Tat als „feurige Abrüstungsmaßnahme bei der Telekom“ bezeichnet. Die Verfasser begründen den Anschlag unter anderem mit dem Vorwurf, die Telekom dränge zunehmend in den Rüstungssektor vor und wolle gemeinsam mit Rheinmetall ein Drohnenabwehrsystem entwickeln.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, kritisierte das Schreiben scharf. Er erklärte, die Täter hätten „in der Nacht sechs Fahrzeuge der Telekom abgefackelt“ und anschließend versucht, die Tat mit einem veröffentlichten Pamphlet zu rechtfertigen.
Ob tatsächlich ein politisches Motiv hinter dem Brand steckt, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Ein Polizeisprecher erklärte, bislang lägen keine gesicherten Erkenntnisse zum Motiv vor. Die Ermittler prüfen nun auch die Echtheit des Bekennerschreibens sowie mögliche Zusammenhänge zu ähnlichen Taten.
Erst vor knapp einem Jahr waren ebenfalls in Lichtenberg 17 geparkte Servicefahrzeuge der Telekom auf einem umzäunten Gelände in Brand gesetzt worden. Auch damals bekannten sich mutmaßlich linksradikale Täter zu der Tat und begründeten den Anschlag mit der Rolle des Unternehmens bei der Bereitstellung technischer Infrastruktur für staatliche Behörden und Sicherheitsorgane.
Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes dauern an.
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Über den Autor
Felix Waßmuth ist als freier Journalist in der Metropolregion Berlin-Brandenburg tätig.
Er begleitet regelmäßig die dynamischen nächtlichen Einsätze von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und dokumentiert das Geschehen für Medien und Öffentlichkeit.
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