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Kommunikationsstörung legt Berliner S-Bahn-Verkehr lahm – Auswirkungen bundesweit spürbar
Eine schwerwiegende Störung im Kommunikationssystem hat am späten Dienstagabend den Betrieb der Berliner S-Bahn weitgehend zum Erliegen gebracht. Die S-Bahn stellte den Zugverkehr im gesamten Netz vorübergehend ein und forderte Fahrgäste auf, auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen.
Zitat von S-Bahn Berlin„Aufgrund einer netzweiten Störung im Kommunikationssystem ist der Zugverkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt. Bitte nutzen Sie zur Umfahrung die Verkehrsmittel der BVG“
Nach ersten Erkenntnissen beschränkten sich die Probleme nicht auf die Hauptstadt. Auch der Bahnverkehr in anderen Teilen Deutschlands war von der Störung betroffen. Die genaue Ursache des Ausfalls war zunächst unklar. Techniker und Fachleute untersuchten die Hintergründe des Fehlers.
Im Mittelpunkt der Störung steht offenbar das digitale Zugfunksystem GSM-R (Global System for Mobile Communications – Railway), das als zentrale Kommunikationsplattform im Bahnbetrieb dient. Über das System kommunizieren Triebfahrzeugführer, Fahrdienstleiter und Betriebszentralen miteinander. Eine funktionierende Verbindung ist für die sichere Durchführung des Zugverkehrs unverzichtbar.
Der digitale Zugfunk wurde in Deutschland eingeführt, um den früheren analogen Zugfunk abzulösen. GSM-R ermöglicht eine störungsarme und sichere Kommunikation, die von öffentlichen Mobilfunknetzen unabhängig ist. Darüber hinaus können spezielle Gruppenrufe eingerichtet werden, um mehrere Beschäftigte gleichzeitig zu informieren. Auch die direkte Kontaktaufnahme zu zuständigen Fahrdienstleitern ist über das System möglich. Notrufe genießen dabei höchste Priorität, sodass die erforderlichen Leitungs- und Funkressourcen jederzeit verfügbar bleiben.
Da die Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen im Eisenbahnbetrieb eine grundlegende Voraussetzung für die Sicherheit des Zugverkehrs ist, können bei Ausfällen des Systems erhebliche Einschränkungen bis hin zur vollständigen Einstellung des Betriebs erforderlich werden.
Wann der Zugverkehr wieder vollständig aufgenommen werden kann, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen zur Ursache der Störung dauern an.
Um 0:20 wurde bekannt, dass die Ursache gefunden und behoben wurde. Die ersten Züge dürften demnach wieder rollen.
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