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Bus rammt Wasserleitung: Feuerwehr sichert tonnenschwere Rohrkonstruktion mit zwei Kränen
Ein spektakulärer Feuerwehreinsatz hat am Dienstag (21.07.2026) in Berlin-Mitte für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt. In der Georgenstraße nahe des Bahnhofs Friedrichstraße kollidierte ein Doppeldecker-Reisebus mit einer oberirdisch verlaufenden Entwässerungsleitung einer Baustelle. Durch den Aufprall stürzte ein Teil der massiven Stahlrohrkonstruktion auf die Fahrbahn und den Gehweg.
Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich 15 Fahrgäste im unteren Bereich des Reisebusses. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Dennoch bestand zunächst akute Gefahr: Auf einer Länge von rund 200 Metern drohten weitere Teile der oberirdisch geführten Wasserleitung herabzustürzen.
Die Berliner Feuerwehr rückte mit bis zu 24 Einsatzkräften an, darunter Spezialkräfte des Technischen Dienstes sowie beide Feuerwehrkräne. Gemeinsam mit einer Fachfirma begannen die Einsatzkräfte zunächst damit, Wasser aus dem Rohrsystem abzulassen, um den Druck in der Leitung zu reduzieren und die Konstruktion gefahrlos sichern zu können.
Im Bereich der Neustädtischen Kirchstraße wurden umfangreiche Absperrmaßnahmen eingerichtet. Die Bergungsarbeiten begannen an der Kreuzung Dorotheenstraße, wo die beschädigte Leitung zunächst mit einem Feuerwehrkran gesichert, auf ihre Stützen zurückgehoben und teilweise getrennt wurde. Anschließend verlagerten sich die Arbeiten zum Dorothea-Schlegel-Platz, wo beide Feuerwehrkräne gemeinsam mit der Fachfirma die tonnenschwere Rohrleitung Stück für Stück wieder auf die Tragekonstruktion hoben.
Nach Angaben der Feuerwehr blieb die Entwässerungsleitung trotz der heftigen Kollision unbeschädigt. Weder brach das Rohr auseinander noch trat Wasser aus. Um die Spannung aus dem über mehrere Straßenzüge verlaufenden Leitungssystem zu nehmen, wurde die Rohrleitung im Bereich der Kreuzung Dorotheenstraße/Neustädtische Kirchstraße vorübergehend getrennt. Das System dient dazu, überschüssiges Grundwasser einer Baustelle in die Spree abzuleiten.
Gegen 16.43 Uhr waren die Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr abgeschlossen. Für die weiteren Arbeiten an der Entwässerungsleitung übernahm anschließend die beauftragte Fachfirma die Einsatzstelle.
Wie es zu der Kollision zwischen dem Reisebus und der oberirdisch verlaufenden Wasserleitung kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Während des mehrstündigen Einsatzes kam es rund um den Bahnhof Friedrichstraße zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
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