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Großbrand in Biesdorfer Pflegeeinrichtung – elf Menschen verletzt
Eine Vielzahl von Notrufen erreichte die Berliner Feuerwehr und meldete einen Brand in dem viergeschossigen Wohngebäude. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich das Feuer bereits von einer Wohnung auf große Teile des Dachstuhls ausgebreitet.
Die Feuerwehr leitete umgehend eine umfangreiche Brandbekämpfung ein. Mehrere Strahlrohre kamen sowohl im Innen- als auch im Außenangriff zum Einsatz. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch drei Drehleitern. Durch den massiven Kräfteeinsatz gelang es, die Flammen auf den betroffenen Brandabschnitt zu begrenzen. Ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude konnte verhindert werden.
Elf Bewohner verletzt
Da in dem Gebäude pflegebedürftige beziehungsweise mobilitätseingeschränkte Menschen leben, wurde vorsorglich das MANV-Modul alarmiert. Nach der Sichtung der Bewohner wurden insgesamt elf Menschen durch den Rettungsdienst betreut.
Zehn Personen erlitten leichte Verletzungen, eine weitere Person wurde schwer verletzt. Insgesamt mussten vier Bewohner zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert werden.
Besonders aufwendig gestaltete sich die Rettung aus dem vom Brand betroffenen Bereich. Die Einsatzkräfte mussten mehrere Bewohner aus dem Gebäude bringen und dabei teilweise unter Atemschutz vorgehen.
Dachstuhl schwer beschädigt
Durch den Brand wurde insbesondere der Dachbereich des Gebäudes erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Ablöschen der offenen Flammen mussten die Feuerwehrleute Teile des Daches öffnen und Dachziegel entfernen, um Glutnester aufzuspüren und abzulöschen.
Das Gebäude wurde während des Einsatzes stromlos geschaltet. Eine Rückkehr der Bewohner war zunächst nicht möglich.
Die unverletzten Bewohner wurden durch eine Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Dafür stellte die BVG Busse zur Verfügung, in denen die Betroffenen untergebracht werden konnten. Zusätzlich war ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) vor Ort, um die Bewohner psychologisch zu betreuen.
Großaufgebot der Feuerwehr
Für den Einsatz wurde das Stichwort „Brand 12 + MANV“ ausgelöst. Insgesamt waren rund 165 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.
Zum Aufgebot gehörten unter anderem 18 Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeuge, teilweise in reduzierter Besetzung, darunter vier Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr sowie zwei LHF der Lehrfeuerwachen. Außerdem waren drei Drehleitern, zehn Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungshubschrauber, 14 Sonderfahrzeuge und sieben Führungsdienste im Einsatz. Auch die Drohnenstaffel und der Pressedienst der Berliner Feuerwehr waren vor Ort.
Um den Grundschutz im Stadtgebiet während des Großeinsatzes sicherzustellen, wurden zudem acht Freiwillige Feuerwehren alarmiert, die umliegende Feuerwachen besetzten.
Die Brandursache ist bislang unklar. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
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