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Wohnungsbrand im Hochhaus: 3 Menschen sterben – 70 Menschen gerettet
Ein verheerender Wohnungsbrand in einem Hochhaus hat am Mittwochabend einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst und ein Menschenleben gefordert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand eine Wohnung im 3. Obergeschoss bereits in Vollbrand. Dichter Rauch breitete sich in kürzester Zeit im gesamten Gebäude aus.
Rund 70 Bewohnerinnen und Bewohner mussten durch die Feuerwehr gerettet oder in Sicherheit gebracht und medizinisch gesichtet werden. Auf der Straße vor dem Gebäude spielten sich dramatische Szenen ab: Einsatzkräfte reanimierten mehrere Personen noch vor Ort.
Drei Menschen – eine erwachsene Person und zwei Kinder – wurden unter laufender Reanimation in Krankenhäuser transportiert. Für eines der Kinder kam jedoch jede Hilfe zu spät: Es erlag später seinen schweren Verletzungen. Insgesamt wurden acht Personen in Kliniken gebracht.
Massenanfall von Verletzten – über 150 Kräfte im Einsatz
Angesichts der hohen Zahl Betroffener wurde frühzeitig ein spezielles Modul zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten (MANV25) alarmiert. Auch ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung betreute Angehörige und Betroffene an der Einsatzstelle.
Mehr als 150 Einsatzkräfte waren vor Ort. Etwa 20 Trupps unter Atemschutz gingen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung in das Gebäude. Das Feuer wurde mit einem C-Rohr im Innenangriff sowie in der Anfangsphase zusätzlich über eine Drehleiter im Außenangriff bekämpft.
Da das Hochhaus stark verraucht war, mussten rund 60 Wohnungen kontrolliert werden. Etwa 20 Wohnungen sind nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.
Notunterkunft in Turnhalle eingerichtet
Das Bezirksamt organisierte die Unterbringung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner. Eine erste Notunterkunft wurde in einer nahegelegenen Turnhalle eingerichtet. Auch ein Restaurant in der Umgebung bot Unterstützung an.
Der Einsatz stellte nach Angaben der Feuerwehr auch für die Einsatzkräfte eine außergewöhnliche psychische Belastung dar. Deshalb wurde ein spezielles Einsatznachsorgeteam aktiviert, um die Einsatzkräfte zu betreuen.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Update am 15.02.2026:
Leider sind zwei weitere Menschen gestorben. Beide waren bislang intensiv-medizinisch behandelt worden, erlagen jedoch nun den schweren Verletzungen.
Beitrag aktualisiert am: 15.02.2026, 12:40.
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