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Bewaffneter Raubüberfall in Marzahn: Familie in Hochhauswohnung attackiert – 100.000 Euro erbeutet

Zwei Polizisten in schwarzer Einsatzkleidung mit gelben "POLIZEI"-Schriftzügen führen eine Person zur weißen Polizei-Transporter mit blauen Streifen.
© John Boutin /

Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf eine Familie in einem Hochhaus an der Poelchaustraße sind am Freitagvormittag mehrere Menschen verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich vier Täter unter einem Vorwand Zugang zu einer Wohnung im 17. Obergeschoss eines 21-stöckigen Wohnhauses und erbeuteten Bargeld in Höhe von rund 100.000 Euro.

Der Überfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr. Nach bisherigen Informationen klingelten und klopften die Männer an der Wohnungstür und gaben sich dabei als Polizeibeamte aus. Als die Bewohner die Tür öffneten, sollen die Täter sofort in die Wohnung eingedrungen sein und die Familie angegriffen haben.

Den Ermittlungen zufolge waren die Angreifer mit mindestens zwei Schusswaffen, einem Messer sowie Reizgas bewaffnet. Bereits im Eingangsbereich der Wohnung entwickelte sich eine heftige Auseinandersetzung, die sich anschließend auf weitere Räume ausweitete. Dabei wurden Teile der Wohnung erheblich verwüstet.

Blick von unten auf ein Hochhaus mit mehreren Fenstern und einen Teil eines Einsatzfahrzeugs mit blauem Blaulicht im Vordergrund. © John Boutin /

Bei dem Angriff wurden der Familienvater, die Mutter sowie ein Sohn verletzt. Die Eltern mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach Informationen vom Einsatzort soll die Frau zeitweise bewusstlos gewesen sein. Der Mann erlitt offenbar Stichverletzungen. Offizielle Angaben zum genauen Verletzungsbild lagen zunächst nicht vor.

Während die Täter die Wohnung durchsuchten, fanden sie nach bisherigen Erkenntnissen Bargeld in Höhe von etwa 100.000 Euro. Die Ermittler prüfen derzeit sowohl die Hintergründe der Tat als auch die Herkunft des Geldes und die Frage, ob die Täter gezielt über die hohe Bargeldsumme informiert waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen setzte sich mindestens einer der Söhne der Familie zur Wehr. Im Verlauf der Auseinandersetzung gelang es ihm offenbar, einen mutmaßlichen Täter zu überwältigen und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeikräfte festzuhalten. Die Beamten nahmen den Mann noch am Tatort fest.

SEK-Beamte in taktischer Ausrüstung betreten ein Wohngebäude. © John Boutin /

Die drei weiteren Tatverdächtigen konnten mit einem roten Fahrzeug flüchten. Im Zuge der anschließenden Fahndung werteten die Ermittler Zeugenaussagen aus und kamen dabei auf die Spur einer Wohnanschrift in Alt-Friedrichsfelde. Dort durchsuchten Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes am Freitagnachmittag eine Wohnung sowie einen Kellerraum. Ob dabei Beweismittel sichergestellt wurden oder weitere Tatverdächtige identifiziert werden konnten, blieb zunächst unklar.

Deutliche Spuren der Gewalt fanden die Einsatzkräfte im 17. Obergeschoss des Wohnhauses. Nach Informationen vom Einsatzort erstreckte sich eine Blutspur von der betroffenen Wohnung bis in Richtung Fahrstuhl. Kriminaltechniker dokumentierten und sicherten dort umfangreiche Spuren.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung übernommen. Die Fahndung nach den drei flüchtigen Tatverdächtigen dauert an.

Zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2026 um 20:52

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